Roggenmehl als Shampoo

27 Jan, 2026 17
Roggenmehl als Shampoo

Der Wechsel von Flüssigshampoo zu fester Seife kann zu einer echten Herausforderung werden.

 

Die Kopfhaut und die Haare wurden über Jahre hinweg von Tensiden, Silikonen und Duftstoffen reguliert, diese dürfen plötzlich wieder selbst arbeiten. Die Kopfhaut beginnt, sich neu regenerieren, das Haar fühlt sich anders an, manchmal ungewohnt und manchmal widersprüchlich.

 

Vielleicht stehst du gerade genau an diesem Punkt: 


Du hast auf Naturseife umgestellt und spürst, dass alles noch nicht richtig ist. Die Kopfhaut schuppt, spannt, fühlt sich trocken an oder juckt extrem. Und gleichzeitig wirken die Haare mal strohig, mal schon am nächsten Tag wieder fettig.

Viele beschreiben genau dieses Gefühl. Als würde die Seife zu stark sein. Als würde die Kopfhaut eher noch mehr aus dem Gleichgewicht geraten. 

Und dann taucht die Frage auf:


Soll ich jetzt wieder zum Shampoo greifen oder einfach „durchziehen“?

Wenn du das Gefühl hast, dass die Seife deine Kopfhaut gerade austrocknet und strapaziert, dann haben wir einige Ideen für dich zusammen gestellt, was alles bei der Umstellung helfen kann. Hier findest du unseren passenden Blogartikel dazu.

Unter anderem kann eine ayuverdische Ölkur eine wunderbare Zwischenlösung sein. Hier kannst du unsere Erfahrungen mit einer ayuverdischen Ölkur nachlesen. Doch viele scheuen sich davor, einige Tage mit eingeölten Haaren herumzulaufen und sind über eine weitere Alternative völlig dankbar. 

In diesem Artikel wollen wir dir das Roggenmehl als Shampoo vorstellen. 

Roggenmehl als Shampoo. 

Wenn die Haare sehr schnell fettig werden und sich die Längen trotzdem trocken und strohig anfühlen, ist das oft ein Zeichen dafür, dass die Kopfhaut versucht, sich selbst zu regulieren. Sie produziert mehr Talg, während das Haar ihn noch nicht gleichmäßig verteilen kann.

Roggenmehl kann in dieser Phase helfen, weil es überschüssigen Talg sanft aufnimmt, ohne die Haut weiter auszutrocknen. Gleichzeitig legt es sich wie ein feiner Schutzfilm auf Kopfhaut und Haar und bringt oft genau die Ruhe, die in diesem Moment fehlt.

So kannst du jetzt vorgehen

Du musst dich nicht entscheiden zwischen „durchziehen“ oder „zurück zum Shampoo“.
Du darfst dir eine Pause erlauben.

Nutze Roggenmehl für ein paar Haarwäschen zwischendurch, um deine Kopfhaut zu beruhigen und ihr Zeit zu geben, sich neu einzupendeln. Viele empfinden danach die Rückkehr zur Naturseife als deutlich sanfter und harmonischer.

Was Roggenmehl so besonders macht

Roggenmehl enthält natürliche Säuren, Enzyme und Mineralstoffe. Die Enzyme und Säuren sorgen daür, dass sie überschüssigen Talg lösen, ohne die Kopfhaut anzugreifen. Roggenmehl reinigt mild und pflegt sanft.  

Viele beschreiben danach ein ruhigeres, ausgeglicheneres Gefühl auf der Haut und ein griffiges, leichtes Haar. Wenn du das Roggenmehl in der Dusche anwendest, wirst du danach auch auf der Haut ein weiches und angenehmes Gefühl bemerken.So kann es extrem helfen, die Kopfhaut ins Gleichgewicht zu bringen, ohne auf die agressiven Shampoos zurück zu greifen. 

 

So wendest du Roggenmehl als Shampoo an

Das brauchst du

3 - 4 EL feines Roggenmehl Typ 997, Typ 1150 oder gemahlene Roggenkörner.
Lauwarmes Wasser
Eine Schale und einen Löffel

 

Die Mischung

Gib das Roggenmehl in eine Schale und rühre langsam Wasser ein, bis eine cremige Konsistenz entsteht. 

Lass die Mischung stehen mindestens 2 - 3 Stunden an einem warmen Platz stehen.  Je länger es stehen kann, umso säuerlicher wird das Roggenmehl und umso intensiver wirkt der Roggen auf den Haaren. 

Die Anwendung

Mache deine Haare gut nass und
verteile die Roggenmehlmischung auf der Kopfhaut. Massiere den Roggenteig ruhig und achtsam ein. Nicht schrubben, sondern bewegen.

Lass die Mischung ein bis zwei Minuten wirken und spüle sie anschließend sehr gründlich aus. Nimm dir beim Ausspülen richtig Zeit: Roggenmehl sollte wirklich komplett aus Haaren und Kopfhaut entfernt werden. Wenn Reste auf der Kopfhaut bleiben und antrocknen, können sie später als feines Mehl herunterrieseln.

Zum Schluss kannst du, wenn du magst, mit kaltem Wasser nachspülen. Das schließt die Schuppenschicht der Haare und gibt oft einen schönen Glanz.

Viele berichten, dass sich das Fett-Gefühl schneller normalisiert, wenn sie in den ersten Wochen immer wieder Roggenmehl zwischen den Seifenwäschen einsetzen.

 

Ein kleiner Erfahrungsimpuls

Ich nutze Roggenmehl nicht dauerhaft.
Sondern immer dann, wenn ich spüre, dass meine Kopfhaut aus dem Gleichgewicht geraten ist. Stress, wenig Schlaf, Umstellung, neue Pflege.

 

Wann du lieber zur Naturseife zurückkehrst


Sobald sich deine Kopfhaut beruhigt hat und das Haar wieder ausgeglichen wirkt, kannst du Schritt für Schritt ganz auf deine Naturseife umsteigen. Das kann von einmal Waschen bis zu drei Monaten gehen. 

Viele empfinden die Kombination aus Roggenmehl in der Übergangszeit und später einer guten, rückfettenden Haarseife als besonders harmonisch. Wir dürfen unserer Haut vertrauen, dass sie sich selbst regulieren kann. 

 

 

deine
Melanie