Was macht weiche Wäsche mit unserer Haut?
Du ziehst dein Lieblingsshirt an und fühlst dich wohl. Der Stoff liegt weich auf deiner Haut, begleitet jede Bewegung und lässt dich vergessen, dass du ihn trägst.
Ein anderes Shirt kratzt, die Naht scheuert, das Handtuch fühlt sich rau an. Plötzlich wird jeder Kontakt spürbar.
Unsere Haut berührt Kleidung, Bettwäsche und Handtücher viele Stunden am Tag. Deshalb lohnt es sich, bei der Hautpflege auch auf unsere Wäsche zu schauen.
Weiche Stoffe können die Haut entlasten
Bei jeder Bewegung gleitet Kleidung über die Haut. Wie stark sie dabei reibt, hängt unter anderem vom Material, der Oberfläche und der Passform ab.
Ein weicher, glatter Stoff kann diese Reibung verringern. Gerade trockene und empfindliche Haut kann das als angenehmer empfinden. Eine Untersuchung mit weichgespülter Unterwäsche zeigte Hinweise darauf, dass geringere Reibung die Hauttrockenheit verbessern kann. Wie gut sich das auf andere Textilien und Menschen übertragen lässt, bleibt offen.
Für den Alltag bedeutet das: Schau darauf, wie sich deine Kleidung beim Tragen anfühlt. Auch Nähte, Etiketten und enge Bündchen verdienen Aufmerksamkeit.
Was sich weich anfühlt, braucht passende Inhaltsstoffe
Weichheit ist ein Teil des Wohlgefühls. Ebenso wichtig ist, womit die Wäsche gewaschen und behandelt wurde.
Duftstoffe in Waschmitteln oder parfümierten Weichspülern können empfindliche Haut reizen und bei manchen Menschen mit Neurodermitis Beschwerden verstärken. Die amerikanische dermatologische Fachgesellschaft empfiehlt bei Neurodermitis duftstofffreie und farbstofffreie Waschmittel sowie locker sitzende Baumwollkleidung.
Ein intensiver Wäscheduft sagt also etwas über die Parfümierung aus. Wie gut deine Haut die Wäsche verträgt, zeigt sich beim täglichen Kontakt.
Auch das Ausspülen zählt
Waschmittel soll Schmutz aus den Fasern lösen und anschließend ausgespült werden. Deshalb gehören die passende Dosierung und ein gründlicher Spülgang zusammen.
Orientiere dich beim Dosieren an den Herstellerangaben, der Wasserhärte, der Wäschemenge und dem Verschmutzungsgrad. Wenn Kleidung deine Haut weiterhin reizt, kann ein zusätzlicher Spülgang einen Versuch wert sein. Diesen Tipp gibt auch die amerikanische Fachgesellschaft für Allergologie bei Neurodermitis.
Auch bei Waschmitteln auf Seifenbasis zählt die gesamte Waschroutine. Pflanzliche Zutaten allein sagen wenig darüber aus, wie deine Haut das fertige Waschergebnis verträgt.
So findest du heraus, was deiner Haut guttut
Beginne mit den Textilien, die deine Haut besonders lange berühren: Unterwäsche, Schlafkleidung und Bettwäsche.
Achte auf weiche Oberflächen und eine bequeme Passform. Wähle bei empfindlicher Haut ein duftstofffreies Waschmittel und beobachte, wie sich deine Haut damit fühlt. Verändere möglichst eine Sache nach der anderen. So kannst du besser erkennen, welche Umstellung dir hilft.
Beim Abtrocknen kannst du deine Haut zusätzlich schonen: Tupfe sie mit dem Handtuch sanft trocken.
Hautwohl beginnt auch im Wäschekorb
Für uns bei Hautwohl gehört ein bewusster Alltag zur Hautpflege. Dazu zählen auch die Stoffe, die uns umgeben, und die Produkte, mit denen wir sie waschen.
Weiche, gut ausgespülte und verträgliche Wäsche kann den Alltag angenehmer machen. Deine Haut zeigt dir, was zu ihr passt.
Mit weniger viel erreichen, auch beim Wäschewaschen.
Dich interessiert, ob kalkhaltiges Wasser ebenfalls weiche Wäsche gibt, dann lies diesen Erfahrungsbericht hier:
Weiches T-Shirt trotz kalkhaltigem Wasser.