5 Tipps, wie du bei Überforderung Leichtigkeit erhälst.

04 Mär, 2026
Leichtigkeit im Alltag

Warum ist bei mir eigentlich alles so schwer und bei anderen wirkt alles so leicht? 


Wenn du dir auch öfters diese Frage stellst, weil du mit Überforderung im Haushalt und im Alltag kämpfst, dann erhälst du heute fünf Tipps, wie es leichter gehen kann.

Du hast das Gefühl in deinem Umfeld scheint alles zu funktionieren.

Die schönsten Urlaubsfotos werden gepostet. Du siehst
glückliche Familien, ordentliche Wohnungen trotz 
Kinder und Haustiere. Und nebenbei wird noch eine erfolgreiche Karriere aufgebaut. 

Und bei dir? Irgendwann kommt dieser Gedanke:

"Warum schaffen das alle anderen, nur ich nicht?"

 

Wenn du dieses Gefühl kennst, dann bist du nicht allein. Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse fühlen sich rund sechzig Prozent der Menschen gestresst und überfordert. 

 

Doch ich bin überzeugt, es liegt nicht an dir. 

Als Hauswirtschaftsmeisterin beschäftige ich mich seit vielen Jahren damit, wie Haushalte einfacher funktionieren können.

 

Auf unserem Hof habe ich gelernt:
Wenn man mit wenig viel erreichen möchte, muss man Dinge vereinfachen und Erwartungen loslassen. 

 

Heute erhälst du meine 5 Tipps, die mir geholfen haben. 

 

Als junge Familienmutter stand ich mitten in meinem Wohnzimmer. Es war schon Abend, als auf dem Tisch noch Schulhefte lagen, ein halb gegessenes Brot und ein Glas Wasser daneben. Auf dem Boden lagen schon wieder Bausteine und Spielzeug herum.

 

Auf der Couch lag eine Decke, die achtlos hingeworfen wurde, darunter fanden sich Brotkrümel, daneben Hundehaare und eine achtlos abgelegte Wasserflasche.

 

Eigentlich wollte ich schon gemütlich auf der Couch sitzen und in meinem Lieblingsbuch lesen. Doch daraus wurde, wie so oft, schon wieder nichts. Bis die Kinder im Bett, alles aufgeräumt, das Geschirr in der Spülmaschine, die Wäsche aufgehängt und der Boden sauber sind, wird es spät. In der Waschmaschine war noch ein Kleidungsstück, dass am nächsten Tag dringend gebraucht wurde. 

Zudem mussten noch drei Emails beantwortet werden, weil der Steuerberater die Unterlagen dringend benötigte. Alles immer dringend und sofort. 

Am Morgen hatte ich voller Energie begonnen. Ich wollte endlich endlich auch Ordnung haben. 

Doch Ordnung hält nicht lange. Die Familie sorgt schon dafür. 

Tatsächlich habe ich geglaubt, wenn mein Haus ordentlich ist, dann bin ich es auch.
Wenn alles perfekt ist, erst dann bin ich ein vollwertiger Mensch. 

Ich hatte mir geschworen, heute entspannter zu sein. Nicht wieder in diesen inneren Druck zu rutschen. Aber da war er.  Dieser Gedanke: "Ich schaffe das alles nicht".

Ich kann mich noch so genau an diesen Tag erinnern, weil an diesem Tag zog sich bei mir in der Brust etwas zusammen, es fühlte sich wie Verzweiflung und Versagen an. 

Warum bekomme ich das nicht hin? 
Warum sieht es bei anderen immer besser aus? 
Warum bin ich ständig nur am Hinterherräumen? 

 

Dieser Tag war der Wendepunkt. Ich begann mich mit dem Thema Überforderung im Alltag auseinander zu setzen und mich selbst zu reflektieren. 

 

Noch am gleichen Abend begann ich, meinen Wohnzimmerschrank auszuräumen. Alles, was mir nicht wichtig war oder das ich nie benutzt hatte, legte ich in einen Sack für den Flohmarkt oder den Sperrmüll. Dinge, die mir eigentlich wichtig waren, die ich aber nie nutzte, packte ich in eine Schachtel und stellte sie in den Keller. Ich wollte sehen, ob ich sie innerhalb eines Jahres vermissen würde. Wenn nicht, sollten sie weitergegeben werden. Nur die Dinge, die mir wirklich Freude machten, durften im Regal bleiben.

Am nächsten Tag ging ich genauso mit meiner Küchenschublade vor, danach mit dem Putzschrank. Statt vieler verschiedener Reinigungsmittel entschied ich mich bewusst für eine einfache Kernseife. Ich hatte schon öfter gehört, dass man mit ihr fast alles reinigen und waschen kann. Genau so etwas passte zu meinem neuen Gedanken: Mit wenig viel erreichen.

Parallel dazu begann ich, ein Journal zu führen. Jeden Tag stellte ich mir eine Frage:
Welche Erwartungen habe ich eigentlich an mich selbst?
Und sind diese Erwartungen wirklich gerechtfertigt – oder vergleiche ich mich nur mit anderen?

Am Anfang fiel es mir schwer, meine eigenen Ansprüche zu erkennen. Doch nach einigen Tagen wurde diese Reflexion leichter.

Dabei wurde mir etwas Entscheidendes klar:
Perfektion ist kein erreichbares Ziel. Kaum ist ein Bereich in Ordnung, wartet schon der nächste. Kaum ist das Wohnzimmer aufgeräumt, ruft der Terminkalender. Kaum ist eine To-do-Liste erledigt, entsteht eine neue.

Ich verstand plötzlich: Nicht das Leben ist zu viel, sondern der Anspruch daran.

Mit der Zeit entstanden neue Gewohnheiten. Ich besaß weniger Dinge und musste dadurch weniger verwalten. Ich hatte weniger Reinigungsmittel und musste weniger Entscheidungen treffen. Morgens reichten oft 15 Minuten, um Oberflächen freizuräumen und die Spülmaschine laufen zu lassen. Abends noch einmal 15 Minuten, um Kleinigkeiten zu erledigen.

Die Räume wirkten ruhiger. Es gab mehr freie Flächen und dadurch mehr Übersicht. Putzen ging schneller und der Alltag fühlte sich leichter an.

Auch zu Hause haben wir angefangen, anders miteinander zu sprechen. Mein Mann und ich merkten beide, wie ausgelaugt wir abends waren. Also setzten wir uns zusammen und überlegten, wie wir unseren Alltag als Team leichter gestalten können. Wir teilten Aufgaben bewusster auf, kochten öfter gemeinsam und erlaubten uns auch einmal, Dinge liegen zu lassen.

Wir planten außerdem wieder Zeit für uns selbst ein. Bewegung, Gespräche mit Freunden oder ein Abend beim Yoga halfen uns, den Kopf frei zu bekommen. Die Verantwortung lag nicht mehr nur auf einer Schulter, sondern auf zwei.

Und etwas veränderte sich in mir.

Der innere Druck ließ nach. Die ständige Selbstbewertung wurde leiser und auch die Vergleiche mit anderen verloren an Bedeutung. Ich begann, mich selbst mit meinen Ecken und Kanten zu akzeptieren und das alltägliche Chaos als Teil des Lebens zu sehen.

Ich spürte Gelassenheit, wenn einmal etwas liegen blieb. Ruhe, wenn nicht alles sofort erledigt war. Ich setzte Prioritäten, schrieb sie auf und hatte dadurch mehr Vertrauen – vor allem in mich selbst.

Vor allem aber verstand ich etwas Entscheidendes:

Mein Wert hängt nicht vom Zustand meines Hauses ab.
Nicht von der Meinung anderer.
Und nicht von einer perfekten Fassade.

Und mit dieser Erkenntnis entstand etwas Neues.

Mehr Leichtigkeit in meinem Leben.

 

 

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